Der kinderfreundliche Bauernhof mit Pfiff

Der Strand

K640_Kinderseite EBBE Flut
Die Kinder haben hier erst ein großes Loch gegraben und dann einen Damm ringsum aufgeschaufelt. Nun wollten sie unbedingt verhindern, dass Wasser in das Loch läuft, obwohl die Flut kommt. Es war nämlich auflaufendes Wasser und schon bald wurde der Damm doch überschwemmt und das ganze Loch lief voll Wasser…
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Man kann im Watt laufen und rum rennen und dabei auch noch Schiffe beobachten, die auf der Elbe nach Hamburg oder in die Nordsee fahren.

Aber warum ist hier überhaupt kein Wasser? Es ist Ebbe – aber warum nur?
ebbeflut

Die Anziehungskraft des Mondes schafft es, wenn er über den Ozeanen steht, das Meerwasser unter sich wie ein „Gebirge“ zusammenzuziehen.
Durch die Fliehkraft der Erdumdrehung bildet sich aber auch auf der anderen Seite – der dem Mond abgewandten Seite – der Erde auch ein Flutberg. Deshalb haben wir zweimal am Tag Ebbe und auch zweimal Flut – immer nach ungefähr 12 Stunden wieder. Also wechseln sich ungefähr alle sechs Stunden und zwölf Minuten Ebbe und Flut einander ab.
Es passiert aber noch etwas: Die Gezeiten verschieben sich jeden Tag um ungefähr 50 Minuten, weil der Mond ja jeden Tag etwas weiter um die Erde herum wandert.

Da bei heftigen Stürmen das Wasser bei Flut auch über das Ufer steigt, ist für uns der Deich sehr wichtig, damit es nicht zu Hochwasserkatastrophen kommt.

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In der Nähe vom Strand befindet sich das Otterndorfer Schöpfwerk.

 

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Die Otterndorfer Schöpfwerksanlagen

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Das Schöpfwerk in Otterndorf entwässert durch die Schifffahrtsschleuse der Medem rund 22.000 ha in die Elbe.

Die tief gelegenen landwirtschaftlich genutzten und bewohnten Flächen haben eine Höhe von 0,80 m unter Normal-Null, während die hochgelegenen Flächen eine Höhe von 1,50 m bis 2,00 m über Normal-Null haben. So wird vom Sietland und vom Hochland gesprochen. Besonders das Siedland hatte in den regenreichen Monaten große Probleme mit dem Wasser. So mussten die Landwirte im Winter oft aus dem Fenster in ein Boot steigen, um in ihre Scheunen zu Vieh und Vorräten zu kommen. Im Winter mussten die Menschen oft mit dem Boot oder den Kähnen ihre Sachen transportieren.

Dies änderte sich 1928, als in Otterndorf das Schöpfwerk gebaut wurde.
Ein regional sehr bekanntes Bild zeigt einen Reiter in dem 3,5 m hohen Rohr, durch welches das abgepumpte Wasser in die Elbe fließt.